Denglisch
24. September 2009Gibt es ein deutsches Wort für Download? Eine Frage, die mir vor ein paar Tagen eine Kollegin stellte. Wir überlegten lange, fanden aber kein passendes Wort. Klar, downloaden, das heißt auf Deutsch herunterladen. Aber der Download – nein, da fiel uns nichts Passendes ein.
Willkommen im denglischen Deutschland, liebe Blog-Freunde! So weit ist es also schon, dass uns Journalisten kein deutsches Wort mehr für einen Vorgang im Internet einfällt. Ist das schlimm? Werden wir überrannt von Anglizismen und Kunstwörtern, die sich nach Anglizismen anhören, aber keine sind? Und vor allem: Ist es die Pflicht von uns Journalisten, die gute, alte, deutsche Sprache zu bewahren und zu verteidigen?
Nein, ich denke nicht. Denn auch wir können Veränderungen nicht aufhalten. Noch nicht einmal die Frankfurter Allgemeine Zeitung hat es dauerhaft hinbekommen, kein Foto auf der Titelseite zu haben. Irgendwann kam der Relaunch des Layouts und mit ihm das bunte Bild auf Seite eins.
Haben Sie es gemerkt? „Relaunch“ und „Layout“ habe ich geschrieben. Das Denglisch ist also auch bei mir nicht mehr aufzuhalten. Die Globalisierung findet ihren Weg überallhin. Auch in die Sprache.
Kommentare
Gesucht: Download | neuwo&hellip | 25.09.2009
[...] es für bisher kein brauchbares deutsches Wort für Download gibt, ist richtig. Es bedeutet aber nicht, dass das so bleiben [...]
handmade2.0 | 15.10.2009
Naja, nun.
Dafür haben die anglophonen Herrschaften kein einziges Wort für ‘Frühstücksbrettchen’. Oder ‘Vesperbrettl’. Oder ‘Jausenbrettl’.
Ist auch was.
Denglisch als Konzept | P&hellip | 23.01.2010
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