Unwort des Jahres 2011

18. Januar 2012

“Döner-Morde” ist das Unwort des Jahres 2011. Die Jury der sprachkritischen Aktion hat es unter mehreren hundert Vorschlägen ausgewählt, wie Jury-Sprecherin Nina Janich am Dienstag in Darmstadt mitteilte. Die Begründung: Mit dem Wort werden ganze Bevölkerungsgruppen ausgegrenzt und die Opfer selbst in höchstem Maße diskriminiert, indem sie aufgrund ihrer Herkunft auf ein Imbissgericht reduziert werden.

Zu weiteren Unwörtern des Jahres wählte die Jury zudem die Begriffe “Gutmensch” und “marktkonforme Demokratie”.

Das “Unwort des Jahres” gibt es seit 1991. 2420 Einsendungen und damit so viele wie noch nie sind bei der unabhängigen Jury dieses Mal eingegangen. “Unwort des Jahres 2010″ war das Wort ”alternativlos”.

Andreas Cyffka


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Wörter des Jahres 2011

12. Januar 2012

Am 16. Dezember 2011 hat die Gesellschaft für deutsche Sprache (GfdS) die Wörter des Jahres bekannt gegeben. Bereits seit 1971 und somit im 40. Jahr kürt die GfdS Wörter und Wendungen, die das politische, wirtschaftliche und gesellschaftliche Leben eines Jahres sprachlich in besonderer Weise begleitet haben.

Aus einer Sammlung von etwa 3000 Belegen aus verschiedenen Medien und Einsendungen von Außenstehenden wählte die Jury zehn Wörter, die die öffentliche Diskussion dominiert und dieses Jahr wesentlich geprägt haben.

Für die Auswahl der Wörter des Jahres entscheidend ist dabei nicht die Häufigkeit eines Ausdrucks, sondern vielmehr seine Signifikanz und Popularität: Wort des Jahres 2011 ist Stresstest. Dieses Wort, ursprünglich aus der Humanmedizin stammend, begegnete im Laufe des Jahres auffällig oft. Es erwies sich dabei aus sprachlicher Sicht als äußerst produktiv und war in den verschiedensten Bereichen anzutreffen: Nicht nur Banken wurden auf ihre Belastbarkeit getestet, auch etwa das Bahnhofsprojekt Stuttgart 21, die grün-rote Landesregierung in Baden-Württemberg und deutsche Atomkraftwerke wurden Stresstests unterzogen. Platz 2 belegt das Verb hebeln. In der derzeitigen europäischen Schuldenkrise erweiterte dieser Fachbegriff aus der Finanzbranche die Bedeutung des in der Allgemeinsprache bereits bekannten Worts und spiegelt das Bemühen um die finanzielle Rettung der Eurostaaten: Durch Erweiterung des Rettungsschirms um externes Kapital soll die Summe zur Rettung eines Landes vervielfältigt werden. Tatsächlich wird durch das Hebeln weniger Kraft, sprich Kapital, benötigt als beim Akt des Stemmens.

Das ganze Jahr über aktuell und sprachlich interessant ist die Arabellion auf Platz 3 als Oberbegriff für die zahlreichen Revolutionen und politischen Umwälzungen in den arabischen und nordafrikanischen Ländern.


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  • Jessy |  12.01.2012

    Schon interessant, sich den Jahres Ausblick jetzt schon einmal anzuschauen. Ich bin gespannt, welches Wort + welche Wortkombinationen am Ende wieder an der Spitze stehen werden.

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Ein gutes neues Jahr!

11. Januar 2012

Eine Frage ,  die alljährlich zum Jahresende in Rechtschreibforen auftaucht: Wie wünscht man orthografisch korrekt, dass das kommende Jahr  gut werden möge? Die Antwort: Man wünscht ein gutes neues Jahr. Nicht weniger herzlich gemeint ist das “gute Neue Jahr”, doch leider orthografisch falsch. Warum schreibt man der Heilige Abend, aber ein gutes neues Jahr?
Der  Heilige Abend gilt als Eigenname  und deshalb wird das dazugehörige Adjektiv großgeschrieben. Das neue Jahr hingegen gilt nicht als Eigenname, weshalb das Adjektiv kleingeschrieben wird. Wir wünschen Ihnen, liebe Leserinnen und Leser des Deutschblogs, also ganz korrekt – und ganz herzlich  – ein gutes neues Jahr.

Die Jahreswende bietet ja überhaupt so einiges an rechtschreiblichen Klippen. So fragen sich viele regelmäßig nach der korrekten Schreibung des letzten Tages des Jahres: Silvester – und zwar nur so, mit “i”. Man hat dagegen die Wahl beim Artikel: “das” oder “der” Silvester – beide sind richtig. Der männliche Vorname Silvester kann dagegen auch mit “y” als “Sylvester” geschrieben werden. Die an pyrotechnischen Effekten nicht arme Jahreszeit  kann einen auch an das bengalische Feuer erinnern. Das  schreibt man mit kleinem “b”. Auch wenn man es in ungezählten Fällen mit einem großen antrifft.

Andreas Cyffka


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15. Dezember 2011

Liebe Leserin, lieber Leser,

 das Jahr nähert sich mal wieder seinem Ende. Das Jahr im Blog war geprägt durch Themen, die manchmal ganz leicht, manchmal auch weniger leicht zu verstehen sind.

 Im Dezember vernehmen wir bereits die Meldungen aus Österreich und der Schweiz zu den in unseren Nachbarländern gekürten Wörtern des Jahres. Dass der Wortbestandteil Euro- in beiden Sieger-Wörtern vorkommt, stellt nun eine – sagen wir – maßvolle Überraschung dar. Das Jugendwort im Österreich des Jahres 2011 ist „liken“, was stimmig ist, denn die Bedeutung von Facebook wächst ja beständig.

Spaß hatten wir mit dem Einfall der österreichischen Aktionskünstler von BirdBase und ihrer Idee einer rechtschreiblich stark deformierten Kafka-Ausgabe als Medien-Aufreger. Auf gewisse rechtschreibliche Defizite und ganz allgemein die Bedeutung und die Wahrnehmung von Rechtschreibung sollte die Aktion hinweisen. Wir halten das für keine ganz schlechte Idee, denn mit geringem Zeitversatz hatte der Rat für deutsche Rechtschreibung ja Alarm geschlagen hinsichtlich eines alarmierenden Ausgreifens von Analphabetismus.

Ein klein wenig Stolz waren wir bei der Meldung, dass PONS Die deutsche Rechtschreibung ihren Nutzern nun 147.000 Stichwörter bieten kann.

Wir sinnierten über rechtschreiblich bedenkliche Funde in Wald und Flur und begrüßten das Onlinewörterbuch Deutsch als Fremdsprache auf PONS.eu. Wir sinnierten über letzte Fragen wie den Heavy-Metal-Umlaut und sammelten Erkenntnisse im Netz auf wie:

Derjenige, der viel falsch schreibt, hat entweder andere Prioritäten in seinem Leben oder ist vielleicht auch dabei es noch zu lernen.

Wir hoffen, dass Sprachliches für Sie auch zukünftig wichtig bleibt. Und nach einer Phase von  Zimtsternen, Sekt und Raketen wollen wir Ihnen auch 2012 leckere, perlende und Funken sprühende [auch: funkensprühende] Themen rund um Deutsch und das rechte Schreiben präsentieren. Frohe Weihnachten und ein gutes neues Jahr!

 

Andreas Cyffka


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  • dieta disociada |  18.12.2011

    We think this is not a bad idea because of low time delay but it will get some idea about this.Here’s my list that have a table to follow the dieta disociada. Comes in handy if you do explication and it feels better, Try to see it better. I encourage all of them!

  • Quickster |  20.12.2011

    Und noch kein Bericht über das Wort des Jahres in Deutschland: “Stresstest”. Da hat es mich nämlich gewundert, dass sich kein “Euro” im Wort befindet ;)

  • Lux |  29.12.2011

    Dann freue ich mich schon auf die neuesten kreativen Auswüchse 2012. Es war ein spannendes Jahr, nur viel zu kurz, aber das wird das nächste auch wieder ;)

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